X
Kalligrafie von Fernand Schmutz aus Kyoto
Du coté de La Combe
Acryl auf Papier < Ohne Titel > 1990

Ein imaginäres Museum

Cherche le sens de la realite intérieur

Zitat von Andre Malraux zu seinem gleichnamigen Werk

Ich bin am 15.Juni 1939 in Malleray geboren, das im ValléedeTavannes im Berner Jura liegt. Ich besuche diesen Ort jeweils an meinem Geburtstag, um die Landschaften zu sehen, die mich seit meiner Kindheit immer wieder beeindrucken. Neben den lichten Tannenwäldern vor allem die sogenannten Santiers de Randonnée en Calcaire, durch welche mein Vater und meine Onkel uns jeweils spazieren führten. Ein helles knirschen und blitzen des gestampften Kalkmergels im Sonnenlicht. Und natürlich die Steinmauern mit Durchgängen aus Holz oder Metall.

Du coté de Malleray

Seit dem Umzug der Familie 1941 nach Bern und den Geburten meiner Geschwister Pierette und Fernand fuhren wir regelmässig zwei bis drei Mal nach Reconvilier, ein Nachbardorf von Malerray, wo wir jeweils von einer ganzen Schar von Onkeln und Tanten am Bahnhof mit Freudentränen empfangen wurden, den sie waren bis auf eine Ausnahme, meine Cousine Henriette, kinderlos. Seit dieser Zeit ist der Jura eines meiner Hauptziele für fotografische Wanderungen, was ja auch verständlich ist, denn meine ersten zwei Lebensjahre wurden durch die sinnlichen Eindrücke einer ländlichen Umgebung und dörflichen Familienstrukturen und nicht zuletzt durch die Sprache geprägt, die natürlich noch Jahre im Familienkreise im Arbeiterquartier Lorraine in Bern angewendet wurde, was zuweilen für mich und meinen Geschwistern, die in einem städtischen Umfeld aufwuchsen, zu Konflikten mit der berndeutschen Sprache führten. Die folgende Serie ist der Versuch, meine Fotografien mit den Bildern von Fernand zu verbinden, denn sein vierjähriger Aufenthalt in Kyoto Japan hat ihn ja genau so stark geprägt wie meine Erinnerungen an den Jura.

Überblendung

Du cotée de la Combe
Du cotée de la Predame
Du cotée de la Predame

Ein typisches Merkmal dieser Landschaft sind die Trockensteinmauern, welche Parzellengrenzen bilden und ebenfalls aus Kalkstein bestehen und dessen Farben von beigeweiss zu goldgelb und blaugrau reichen, wobei die gelbe Farbe aus einer eisenhaltigen Stoffverbindung stammt und zudem mit transparent erscheinenden Calcitadern durchsetzt sind. Deswegen der mitunter helle Klang beim berühren mit Metall. Für mich als Architekt bedeuten diese Steinmauern eine Heterotopie des Übergangs, vom Drinnen nach Draussen, wobei man beim Durchqueren der Holz- oder Metallteile wiederum in einen Innenraum tritt.

Du cotée de la Predame
Du cotée de la Predame
Du cotée de Saignelegier

Linoldruck Unikat < Ohne Titel > 1988

Quelle der Areuse oberhalb Fleurier
Areuse bei Travers

Etang de Gruére
Mont Soleil St. Imier
Moorgebiet im Vallée de la Brévine
Plateau de Diesse

Diptychen

Es folgt die Serie mit je zwei Bildern: Links eine Fotografie von mir und rechts ein Bild von Fernand. Beide Bilder können als ein Diptychon gelesen werden. Die Fotografien sind, mit wenigen Ausnahmen, bewusst in Schwarzweiss gehalten, um den Kontrast zu den Farbbildern zu verstärken.

Überblendung
Etang de Gruére
Aus der Kassette Japan: Die Quellfassungen

Etang de Gruére
Linoldruck Unikat < Ohne Titel > 1991

Bei La Predame
Linoldruck Unikat < Ohne Titel > 1991

Bei La Predame
Aus der Kassette El Bakarrah < Die Quellfassungen > 2000

Areuse bei Fleurier
Aus der Kassette El Bakarrah: Die Falkenflugschule 1996

Areuse bei Motier
Aus der Kassette El Bakarrah: Halle des blauen Lichtes 1996

Spiegelbilder Areuse bei Motier
Aus der Kassette Japan: Die Fünfteichenanlage

Schaufenster in Le Locle

Linoldruck Unikat < Lanquebloc > 1991

Es kommen in dieser Serie nicht nur Fotografien aus dem Jura, sondern auch aus meinen anderen Reisen vor, aber sie betreffen immer eine gewisse Verwandtschaft untereinander. Zum Beispiel die präzise Erinnerung an ein Bild aus meiner Kindheit, wie untenstehende Fotografie zeigt: Ein Haus gleich neben dem Bahnhof von Reconvilier, dessen Fassade seit Jahren einen Rahmen zeigt, worin sich der Schatten eines Baumes spiegelt. Später habe ich aus einer Erzählung erfahren , dass da früher eine Reklame von Dubonnet angebracht war und hier durch einen Linolschnitt von Fernand ergänzt wird. Zuletzt wurde die Fassade mit gelber Farbe überstrichen. Daraus folgt eine Serie von experimentalen Kompositionen, die aus Fragmenten von Zeichen in Form von Diptychen und Collagen mit Überblendungen dargestellt sind.

Erinnerung

Transformationen
Dampfschiffbeleuchtug
Aus dem Atelier Bülach < Ohne Titel > 2003

Einblick in ein Betonwerk

Aus dem Atelier Bülach < Ohne Titel > 2003
Aus – und Einblicke
Zeichnung < Einblicke > 1976

Umfassungsmauer Casino Bern Zeichnung < Einblicke > 1972

Schweissnaht Acryl auf Papier > Citadelle > 2002

Abteikirche Belleay Acryl auf Papier > Ohne Tiel > 1987

By continuing to use the site, you agree to the use of cookies. more information

The cookie settings on this website are set to "allow cookies" to give you the best browsing experience possible. If you continue to use this website without changing your cookie settings or you click "Accept" below then you are consenting to this.

Close